Einladung zum Jahrestreffen

Foto: André Halank, Cunewalde
Liebe Mitglieder und Freunde des Landesvereins,
 
zum Jahrestreffen und zur Hauptversammlung des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz e.V. laden wir Sie für das Wochenende vom 5. bis 7. Mai 2017 nach Cunewalde in der Oberlausitz herzlich ein.
Die Hauptversammlung tagt in der Gaststätte «Blaue Kugel» Cunewalde, Hauptstraße 97, 02733 Cunewalde, Telefon (035877) 80770. Ihre Angehörigen und Freunde sind ebenfalls herzlich eingeladen. Den Mitarbeitern der Gemeinde Cunewalde und der Kirchgemeinde, ebenso den Mitgliedern der Regionalgruppe «Cunewalder Tal» sowie den Referenten und Exkursionsleitern sei für ihre Mitwirkung bei der Vorbereitung des Jahrestreffens herzlich gedankt.
 
Der Vorstand des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz e.V.
 
Hier können Sie das Anmeldeformular und das Programm als PDF-Datei hochladen.
 
> Exkursionen am Freitag

 

Freitag, 5. Mai 2017
Das Tagungsbüro hat im Haus des Gastes «Blaue Kugel» geöffnet von 13.00–18.00 Uhr.
 
Heimatkundliche Führungen – Treff jeweils am Haus des Gastes «Blaue Kugel»
 
1. Umgebindehaus-Park – «Kleene Schänke» – Kirche Cunewalde
Beginn: 15.00 Uhr
Unkostenbeitrag: etwa 10,00 Euro (mit Kaffeetrinken in der «Kleenen Schänke»)
Fahrt mit dem Bus oder PKW zum Parkplatz am Umgebindehaus-Park, die Führer erwarten
dort die Teilnehmer, es werden Gruppen gebildet, die im Wechsel die einzelnen Ziele besuchen werden.
 
Führungn im Umgebindehaus-Park Bei der Führung erleben Sie die außergewöhnliche Miniaturschauanlage mit originalgetreu nachgebauten Umgebindehäusern der Lausitz kennen.
Exkursionsleitung: Klaus Frenzel, Cunewalde
 
Besuch des Umgebindehauses «Kleene Schänke»
Das Umgebindehaus mit der traditionell eingerichteten Gaststube lädt zu Kaffee und Kuchen und zu Gesprächen und Vorträgen ein. Es beherbergt ein Koch-Event-Studio und einen Laden mit lokalen Erzeugnissen, im Obergeschoss befinden sich ein kleines Museum zum Zimmererhandwerk und eine interessante geologisch- mineralogische Sammlung.
Die Führung zur Geschichte des Umgebindehauses und zur Gesteinssammlung übernehmen Thomas Preusche, Karl-Heinz Müssiggang und Manfred Jeremies von der Regionalgruppe Cunewalder Tal. Für dieVorstellung des Koch-Event-Studios und die kulinarische Versorgung ist Carola Arnold, Wirtin der «Kleenen Schänke» und ebenfalls Mitglied in der Regionalgruppe Cunewalder Tal zuständig.
 
Besichtigung der größten Dorfkirche Deutschlands
Die evangelische Kircheentstand 1793 im Stil des Barock. Sie hat drei Emporen und ist sehr homogen gestaltet. Die Kirche prägt die Dorflage des unteren Teiles von Cunewalde entscheidend.
Exkursionsleitung: Klaus Frenzel, Cunewalde
 
2. HeimatkundlicheWanderung Cunewalde «Blaue Kugel» – Bieleboh – «AlterWeber» Weigsdorf-Köblitz
Exkursionsleitung: André Halank, Regionalgruppe Cunewalder Tal
Beginn: 14.00 Uhr
Die Wanderung führt von der «Blauen Kugel» mit einem kurzen Einblick zum Dreiseitenhof durch das Dorf vorbei an schönen Oberlausitzer Umgebindehäuser hinauf zur ehemaligen Bahnstrecke Großpostwitz–Löbau. Nachdemder erste steile Anstieg geschafft ist, geht es sehr sanft auf dem neuen Rad-/Fußweg zum Sportzentrum von Cunewalde. Von hier beginnt der Bierweg, ein recht gemütlicher, aber stetig ansteigender Weg zum Bieleboh-Kammweg. Wir erreichen die Beiersdorfer Flur und werden mit einem lieblichen Blick in die Oberlausitzer Bergwelt begrüßt.Vorbei am Kuhberg führt der Weg zum Gipfel des Bieleboh. Das letzte Stück des Anstieges erfolgt über eine sehr steile Asphaltstraße. Zeit für eine Pause. Auf dem Bieleboh gibt es die Möglichkeit, in der Gaststätte Kaffee zu trinken und den Aussichtsturm zu besteigen.
Der Abstieg erfolgt in Richtung des Cunewalder Ortsteils Zieglertal auf teilweise sehr steilen und steinigen Waldwegen. Weiter führt unserWeg durch das schöne Waldgebiet unterhalb des Bieleboh zum «Mordteich».
 
Wir verlassen den Wald und folgen der Straße nach Neuweigsdorf und erreichen den Matschenberg. Am Matschenberg befindet sich eine bekannte Autocrossrennstrecke. Auf dem Matschenberg erwartet uns die Geschichte von der «Edelfroe» Henriette Luise Charlotte von Nostitz, welche 1801 hier verunglückte. Jetzt beginnt der letzte Abschnitt. Nach etwa einem Kilometer wird das Hotel «Alter Weber» in Weigsdorf-Köblitz erreicht. An vielen Punkten wird André Halank über Orts- und Regionalgeschichtliche berichten.
 
Wegstrecke etwa 11 km, Gesamtzeit ungefähr 4,5 Stunden (mit Pausen)
Bei dieser Wanderung ist Wanderausrüstung einschließlich Wanderschuhe, besser Wanderstiefel und eine sehr gute Kondition erforderlich. Am Ende bringt ein Kleinbus die Autofahrer wieder zum Parkplatz an der «Blauen Kugel».
 
3. Dreiseitenhof mit Kraftfahrtzeug- und Technik-Museum
Exkursionsleitung: Simone Bergmann, Cunewalde
Beginn: 15.00 Uhr, Unkostenbeitrag: etwa 5,00 Euro
Sie erwartet in dem Museum eine Auswahl von historischen Fahrzeugen und technischen Geräten der Baujahre 1910 bis 1980, die liebevoll in Szene gesetzt wurden. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Fahrzeugen, die früher in der Region das Straßenbild bestimmten. Dabei sind einige typische Situationen aus der damaligen Zeit, zum Beispiel eine Tankstelle mit Werkstatt, eine Feuerwehrecke, die Rennsportszene und den sogenannten Scheunenfund, nachgestellt.
In der großen Scheune des restaurierten Dreiseitenhofes werden auf drei Etagen etwa 70 Fahrzeuge aus den Bereichen Güterverkehr, Sportwagen, Sonder-Kfz sowie Kraftrad- und Fahrradbau gezeigt. Mehrmals im Jahr sind bei besonderenAnlässen einige der betagten Ausstellungstücke in Aktion zu bewundern.
 
Ab 19.30 Uhr besteht die Möglichkeit zumgemeinsamen Abendessen im Hotel «AlterWeber»,
Oberlausitzer Straße 13, Cunewalde/OrtsteilWeigsdorf-Köblitz.
 
 
> Programmablauf der Jahreshauptversammlung
Sonnabend, 6. Mai 2017

9.00 Uhr Musikalische Begrüßung im Haus des Gastes «Blaue Kugel».
Anmeldung im Tagungsbüro, Gespräche, Verkauf von Literatur und Erzeugnissen des sächsischen Kunsthandwerkes.
 
10.00 Uhr bis 15.45 Uhr Hauptversammlung 2017
Begrüßung – Grußworte – Bericht des Vorstandes – Finanzbericht und Bericht der Kassenprüfer – Diskussion zu den Berichten – Bestätigung der Berichte – Entlastung des Vorstandes – Satzungsänderung (Entwurf auf Seite 11 der Einladung) – Ehrungen

Mittagspause von 13.00 Uhr bis 14.00 Uhr
 
14.00 Uhr bis 15.30 Uhr Vorträge

14.00 Uhr bis 14.30 Uhr
Gestatten,wir sind Lausitzer! Interdisziplinäre Forschungsergebnisse zum prähistorischen Gräberfeld Niederkaina
Referentin: Jasmin Kaiser, Landesamt für Archäologie Sachsen

14.30 Uhr bis 14.50 Uhr
Das Umgebindeland – Schönheiten und Besonderheiten
Kerstin Richter, Sächsischer Verein für Volksbauweise e.V.

14.50 Uhr bis 15.10 Uhr
Zur Geschichte der heutigen Schokoladenfabrik in Niederoderwitz
Uwe Hessel, WIMAD e.V.

15.10 Uhr bis 15.30 Uhr
Zur Naturausstattung der Gröditzer Skala
Prof. Dr. Hans-Jürgen Hardtke
> Führungen am Sonnabend, 6. Mai 2017
Heimatkundliche Führungen
 
Die Führungen am Sonnabend beginnen 16.00 Uhr ab Tagungsort «Blaue Kugel» in Cunewalde
 
A Umgebindehaus-Park – «Kleene Schänke» – Kirche Cunewalde
Beginn: 16.00 Uhr bzw. 16.30 Uhr an der Kirche
Das komplette Programm dazu entnehmen Sie bitte den Angaben von der gleichen Veranstaltung am Freitag. Am Sonnabend wird Arnd Matthes von der Stiftung Umgebindehaus durch den Umgebindehauspark führen.
 
B Nachmittäglicher Aufstieg auf den Czorneboh mit Erläuterungen zur Geologie des Bergmassives
Führung durch Jürgen Dittrich, Freital
Beginn: 16.00 Uhr, Fahrkosten: etwa 4,00 Euro
Die Wanderung führt aus dem Ort Cunewalde (roter Strich) hinauf auf den 561m hohen Czorneboh (sehr steiler ununterbrochener Anstieg). Dort erreichen wir den vom Döhlener Berg bis zum Hochstein sich erstreckenden, aus Granodiorit aufgebauten bewaldeten Höhenrücken. Vom Aussichtsturm am Berggasthof werden wir Aussicht nach Norden über das Lausitzer Gefilde und die Heide- und Teichlandschaft haben. Nach einem kurzenAbstecher zum Fragelochfelsen (Teufelsfenster) laufen wir den Löbauer Weg (blauer Punkt) vorbei an der «Ente» (Granodiorit-Felsenmauer) auf diesem Rücken relativ bequem nach Osten. Am steilen Nordhang sehen wir eine Blockmeerbildung. Der Höhenweg führt uns bis zum Parkplatz an der Straße, wo wir mit einem Bus wieder ins Cunewalder Tal gelangen. Die Gesamtlaufstrecke beträgt ungefähr 5 km, davon anfangs 2 km «straff» nach oben.
Auch bei dieser Wanderung ist Wanderausrüstung einschließlich Wanderschuhe und eine gute
Kondition erforderlich. Wir bitten die Teilnehmer kein Risiko einzugehen, auch die Wanderung
und Führungen im Cunewalder Tal sind sehr schön und erlebnisreich.
 
C Wanderung quer durch Cunewalde auf dem ehemaligen Bahndamm der Strecke Großpostwitz–Löbau
Führung durch Thomas Preusche, Vorsitzender der Regionalgruppe Cunewalder Tal
Beginn: 16.00 Uhr
 
Auf der ehemaligen Bahnstrecke Großpostwitz-Löbau, welche als Rad- und Fußweg ausgebaut wurde, führt dieWanderung zu einem Vierseithof von Familie Paul. Das ehemalige Lehngut von 1791 wird gerade saniert. Es ist viel alte Substanz und wunderbares Neues zu erkennen. Familie Paul lädt zu einer Führung ein.
DieWanderung ist insgesamt etwa 6 km lang. Sie verläuft vorbei an schönen Gärten, einigen Umgebindehäusern, dem ehemaligen Bahhnhof von Niedercunewalde und dem Weigsdorfer Schloss, ein ehemaligesRittergut.Der dazugehörige Schlossteichmit Inselwurde 2016 saniert.
Dies ist keine so anstrengende Tour, weil die Strecke sehr eben verläuft.
 
D Säge- und Hobelwerk, Zimmerei, Holzhandel Leuner
Führung durch Andreas Leuner, Regionalgruppe Cunewalder Tal
Beginn: 16.00 Uhr
Leuner-Holz ist ein Traditionsunternehmen in der vierten Generation mit acht Beschäftigten. Historische und moderne Technik kann in dieser Werkstatt – die seit vielen Jahren Mitglied im Landesverein Sächsischer Heimatschutz ist und 2013 den Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege erhielt – besichtigt werden. Der Meister Andreas Leuner wird die Teilnehmer an der «Blauen Kugel» abholen, Besonderheiten der Umgebindehäuser auf dem Weg
zur Werkstatt zeigen und dann durch seinen Betrieb persönlich führen.
 
E Orgelnacht in der Evangelischen Kirche Cunewalde
Es handelt sich um verschiedene aufeinanderfolgende Konzerte, so dass nach Belieben der
Besuch zeitlich geplant werden kann.
Beginn: 18.00 Uhr, es wird um eine Kollektenspende gebeten
 
Zum Gemütlichen Beisammensein in Restaurant und Hotel «AlterWeber», Oberlausitzer
Straße 13, Cunewalde/OrtsteilWeigsdorf-Köblitz sind alle herzlich eingeladen!
Eröffnung des Büfetts: 20.00 Uhr, zu Gesprächen kann man sich auch gern schon eher in der
Gaststube treffen.
> Führungen am Sonntag
Sonntag, 7. Mai 2017
 
Heimatkundliche Exkursionen 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr
 
Abfahrt und Ankunft am Hotel «AlterWeber», Parkplätze sind dort vorhanden.
Bei den Exkursionen können sich noch Änderungen ergeben, auf jeden Fall werden alle Touren
interessant und erlebnisreich sein.
Unkostenbeitrag pro Exkursion inklusive Eintritte: etwa 25,00 Euro
 
I Rund um Cunewalde unterwegs zwischen Spree und Löbauer Wasser
Exkursionsleitung: Dipl.-Geologe Jürgen Dittrich, Freital und Dr. Thomas Westphalen, Langebrück
 
Die archäologisch, heimatkundlich und geologisch geprägte Exkursion führt vom Ausgangspunkt Cunewalde zu Zielen in den Landschaften Oberlausitzer Gefilde und des Oberlausitzer Berglandes. Entlang der Spree berühren wir Sehenswertes in Schirgiswalde-Kirschau, Obergurig, Oberkaina, Niederkaina bis zur Talsperre Bautzen. Des Weiteren liegen unsere Stationen weiter östlich bei Hochkirch und im Bereich von Löbau.
Die Burgen von Kirschau – Körse, Bautzen-Ortenburg, Lubusschanze, Niethen und Rotstein vermitteln nicht nur Impressionen von den eindrucksvollen Anlagen, sondern lassen auch die Entwicklung des Burgenbaus seit der jüngeren Bronzezeit bis in das Hochmittelalter erkennen. Der Besuch des Schafbergs von Niederkaina widmet sich dem Wandel von der vorgeschichtlichen Friedhofs- zur modernen Energielandschaft.
Geologische Stopps werden der Diabas-Steinbruch in Sora (Abbau eines Gabbroidganges im Zweiglimmergranodiorit),das Spreeengtal bei Schirgiswalde-Kirschau(Zweiglimmergranodiorit am Callenberger Berg, Bergbauversuch «Kuxloch» auf Eisenglanz im Uferbereich der Spree), der Bubenick bei Kleindehsa (Basaltsäulenfächer, Panoramablick) sowie LöbauerBerg-Schafbergund Rotstei(ehemaliger Basaltsteinbrüche, Blockhalden und weichselkaltzeitliche Schichten) sein. Diese Ziele werden wir zwar mit dem Bus «ansteuern», dennoch bleiben in jedem Fall noch Strecken, die wir mit Hilfe geeigneter Schuhe nur zu Fuß bewältigen können.
 
II Durch das «Umgebindeland»
 
Exkursionsleitung:
Architektin Kerstin Richter,Weifa –Vorstand des Sächsischen Vereins für Volksbauweise e.V.
 
Die Exkursion zu einigen wichtigen Beispielen der Umgebindebauweise führt zu nächst über Gröditz nach Weißenberg. Die knapp halbstündige Fahrt dorthin wird für die Einführung zum Thema genutzt. In der kleinen Landstadt können dann die «Alte Kirchschule» (1676) und die «Pilgerherberge» (Handwerkerhaus, Geschossbau, 1651) besichtigt werden. Die nächste Station ist Obercunnersdorf, das Umgebindehaus-Flächendenkmal. Nach einer «Teichelmauke» im Faktorenhof Eibau mit Zeit zum Besichtigen des Prachtbaus geht die Fahrt nach Seifhennersdorf, um Umgebindehäuser im«Kontrast» zu sehen: Den «Bulnheimhof» und das «Schauhaus Am Weißeweg 23». Anschließend wird im Vierseithof Oberer Kirchweg 26 («Museumshof mit Kaffeeschule») in Ebersbach eine Kaffeepause eingelegt, die auch Zeit zum Ansehen und Anhören bietet. Bevor die Exkursion am «Alten Weber» wieder endet, bleibt vielleicht noch Zeit für einen Zwischenhalt mit Spaziergang in Schönbach, das einige Kuriositäten bereithält. An jedem Umgebindehaus stehen die «Macher» für eine fachkundige Führung und für Fragen bereit. Die Teilnehmer an unserer Exkursion erfahren Wissenswertes über die Entstehung, die Verbreitung, die handwerkliche Instandsetzung sowie die heutige Nutzung des Umgebindehauses, des Signets der Oberlausitz.
 
III Gröditzer Skala – Herrnhut – Obercunnersdorf
 
Exkursionsleitung:
Prof. Dr. Hans-Jürgen Hardtke, Possendorf und Rudolf Schröder, Dresden
 
Gröditz und Gröditzer Skala: Vorgeschichtliche Anlage – Naturschutzgebiet – Parkanlage:
Zwischen Weicha und Gröditz hat sich das Löbauer Wasser seinen Weg durch den Felsen gebahnt und das Engtal sehr abwechslungsreich geformt. Dieses reizvolle Areal trägt den Namen Gröditzer Skala.Wanderwege verlaufen zwischen steilen Felsen und münden in lichten Wäldchen. –Das Schloss und der Schlossparkwerden besichtigt. Auf dem südlichen Gelände der heutigen Parkanlage befinden sich die Reste einer etwa 1000 Jahre alten slawischen Befestigungsanlage. Die sogenannte Gröditzer Schanze ist in Form eines Abschnittwalles angelegt und ist ein wichtiges Zeugnis für die frühe Besiedlung des heutigen Schlossgeländes und des Ortes Gröditz. Mit ihren zum Teil steil ansteigenden Erdaufschüttungen prägt sie das Stimmungsbild des Parks wesentlich. Der Schlosspark in Gröditz ist eine interessante und kulturhistorisch wertvolle Anlage in der Oberlausitz. Ihr wissenschaftlicher und regionalhistorischer Wert beruht vor allem in der Verbindung bzw. Einbeziehung einer alten slawischen Schanzenanlage sowie der ablesbaren kontinuierlichen Entwicklung des Parks seit dem ausgehenden 17. Jahrhunderts in Verbindung mit dem Naturschutzgebiet Gröditzer Skala.
 
Herrnhut: Brüdergemeine – Ethnografisches Museum – Ortsgeschichte – Parkanlage und Gottesacker – Hutberg – Kurzbesichtigung des Denkmaldorfes Obercunnersdorf
Das Herrnhuter Völkerkundemuseum vereint Ethnographie und Missionsgeschichte. Die Grundlage der Sammlung bilden Objekte, welche dieMissionare der Herrnhuter Brüder-Unität von ihren Reisen zu verschiedenen Völkern seit 1732 mitbrachten. Der «Gottesacker» ist eine barocke Parkanlage am Fuße des Hutbergs, die seit 1730 Begräbnisplatz
der Herrnhuter Brüdergemeine ist. Die Bezeichnung «Gottesacker» spiegelt den Glauben der Gemeinde wider, dass die Verstorbenen, wie in einen Acker gesät, auf den Tag der Auferstehung warten. Es werden die Ergebnisse des Parkseminares 2016 in Herrnhut veranschaulicht. Auf dem Hutberg oberhalb des Gottesackers in Herrenhut befindet sich der 1790 errichtete Altan – der älteste Aussichtsturm dieser Art in Sachsen.
 
Obercunnersdorf zählt, wegen des fast geschlossenen Bestandes an Umgebindehäusern, zu den Schönsten Dörfern Sachsens und ist Mitglied in der gleichnamigen Interessengemeinschaft des Landesvereins. 1221 erstmals urkundlich erwähnt, gehört es zu den seltenen noch in ihrer Ursprünglichkeit erhaltenen Zeitzeugen ländlicher Lebensweise und Architektur.
 
IV Unterwegs in der südlichen Oberlausitz
Exkursionsleitung:
Prof. Dr. Karl Mannsfeld, Dresden und Dr. Olaf Bastian, Moritzburg
 
In lockerer Folge prägen Wälder,Wiesen, Berge und Hügel das Landschaftsbild des Oberlausitzer Berglandes mit seinem charakteristischen Wechsel langgestreckter und überwiegend bewaldeter Bergrücken mit dazwischen eingesenkten breiten, dicht besiedelten aber auch landwirtschaftlich genutzten Talwannen. Angelegt ist das Bergland in jenem Granodiorit-Granitmassiv, das sich zwischen Elbe und Neiße erstreckt und bis in die benachbarten Sudeten hinreicht.
Punkthaft prägen auch vulkanischeDurchragungen (Basalt, Phonolit) die Bergkulissen. Im Vergleich zu anderen sächsischen Mittelgebirgen überschreitet die Höhenlage nur selten die 550-m-Marke. Die Bergrücken erheben sich aus dem Hügelland oft recht unvermittelt 200 bis 250 m über das Vorland. Im Sinne der genannten Bergrücken-Talwannen Struktur ist eine Nordkette (z. B. Czorneboh, 561 m) ausgeprägt, der nach Süden die Talweitung mit Cunewalde
folgt, die wiederum in die mittlere Bergkette (z. B. Bieleboh, 499 m) übergeht und sich nach Süden die Talweitung Wehrsdorf-Sohland anschließt. Ein südlicher Bergrückenzug (z. B. Hoher Hahn, 527m) leitet dann bereits zur Talweitung Neustadt–Schluckenau und damit nach Böhmen (Tschechien) über.
Die geringe Höhenlage begünstigt für die Bodenentwicklung das Vorhandensein einer feinerdereichen (lössbeeinflussten) Schuttdecke, welche die blockreiche Granitverwitterung (vereinzelt Blockmeere) überdeckt und außerhalb des Waldes Ackerland begünstigt. Weil sich die Höhenzüge teilweise den niederschlagsbringenden Westwinden frontal entgegenstellen, sind ergiebige Jahresniederschläge (900–950 mm) die Regel. Auf den Granitbergrücken herrschen Fichtenforste vor, die allmählich zu naturnäherem Mischwald umgebaut werden. Eine größere Fülle an Pflanzenarten ist u. a. auf Basaltkuppen anzutreffen.
Eingebettet in die Naturraumstruktur boten sich vor allem in den Talweitungen günstige Siedlungsmöglichkeiten, so dass aus der frühmittelalterlichen Rodungszeit kilometerlange Reihendörfer (Waldhufendörfer) stammen. Über die Jahrhunderte wurden aus dem mittelalterlichen Bauerndorf im 17. und 18. Jahrhundert dasWeberdorf undmancherorts daraus ein Industriedorf. Einige Exkursionspunkte sind so ausgewählt, dass auch das Bild der Oberlausitzer Kulturlandschaft mit einprägsamen Kirchenbauten, Burgen/Herrensitzen, dem dörflichen Markenzeichen der Umgebindehäuser, aber auch vereinzelten industriellen Kernen erkennbar werden kann.
 
Route: FND Halbendorfer Horken (basaltische Quellkuppen im Granodiorit, floristisch besonders interessant), Schirgiswalde (Besichtigung des Zentrums und der barocken Stadtkirche), Sohland (Besuch Forstmuseum und Prinz-Friedrich-August-Turm), Neusalza-Spremberg (Reiterhaus von 1660 und Abstecher zum Spreepark/felsiges Engtal), Windmühle Kottmarsdorf, Umgebindedorf Obercunnersdorf (noch 250 Häuser dieser Art, davon 92 auf sächsischer
Denkmalliste).
 
 
> Organisatorische Hinweise
Bitte senden Sie den beiliegenden Teilnahmeschein bis zum
 
31. März 2017 an den Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V.
 
Bitte bedenken Sie bei Ihrer Anmeldung, dass die Führungen und Exkursionen zum Teil zeitgleich beginnen. Doppelbuchungen sind aus diesem Grund nicht möglich. Die Bestellungen für die Führungen und Sonderbusse sind verbindlich. Eine Platzbestätigung für die Exkursionen erfolgt nicht. Sollten wir nicht alle Wünsche berücksichtigen können, werden wir Sie rechtzeitig informieren.
Die kostenfreie Stornierung der Anmeldung ist bis 22. April 2017 möglich.
Die Teilnahme am Jahrestreffen erfolgt auf eigene Kosten. Die Unkosten begleichen Sie bitteerst im Tagungsbüro oder am Sonntag vor der Abfahrt der Busse. Leider können wir die Preise der vergangenen Jahre nicht mehr anbieten, da im Gastgewerbe und auch bei den Beförderungspreisen wiederum Erhöhungen zu verzeichnen sind. Bis zur Veranstaltung können sich die Routen, einzelneAngebote und damit im Zusammenhang stehende Unkostenbeiträge noch etwas verändern.
Bitte beachten Sie, dass die Wanderungen, Exkursionen und Führungen in unebenem Gelände stattfinden. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden für alle Exkursionen des Jahrestreffens empfohlen. Bitte beachten Sie auch den Schwierigkeitsgrad der Wanderungen am Freitag und Sonnabend zum Bieleboh und Czorneboh. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Sie an den Heimatkundlichen Exkursionen am Sonntag nicht mit dem eigenen PKW teilnehmen können.
Wir weisen darauf hin, dass sich durch den langen zeitlichen Vorlauf Änderungen im Programm
ergeben können.
 
Öffnungszeiten Tagungsbüro
Freitag 13.00 bis 18.00 Uhr und Sonnabend von 9.00 bis 16.00 Uhr in der «Blauen Kugel».
 
Versorgung
Die Mittagsgerichte am Sonnabend können Sie dem Teilnahmeschein entnehmen. Für das Mittagessen während der Sonntags-Exkursionen bitten wir Sie lediglich um Bestellung der Plätze, damit wir in den Gaststätten entsprechend vorreservieren können. Die Speiseangebote werden zum Beginn der Exkursionen übergeben.
 
Parkplätze
Parkplätze entnehmen Sie bitte dem beiliegenden Ortsplan bzw. folgen Sie bitte den örtlichen Ausschilderungen. An der «Blauen Kugel» nutzen Sie bitte den zur Gasstätte gehörigen Parkplatz oder den öffentlichen ausgewiesenen Parkplatz am Schützenplatz, von dort erreichen Sie über den Fußweg den Veranstaltungsort in wenigen Minuten. Bitte parken Sie nicht auf dem Parkplatz am Nahkauf.
 
Sonderbusse Dresden–Cunewalde–Dresden
 
Dresden – Cunewalde
Sonnabend, 6. Mai 8.00 Uhr Fahrt bis «Blaue Kugel»
Sonntag, 7. Mai 7.30 Uhr Fahrt bis «Alter Weber»
Abfahrt jeweils an der Südseite des Dresdner Hauptbahnhofes (Bayrische Straße)
 
Cunewalde – Dresden
Sonnabend, 6. Mai 19.15 Uhr Abfahrt «Blaue Kugel» oder 19.40 Uhr am Umgebindehauspark
– Bushhaltestelle Kirche (Hauptstraße)
 
Sonntag, 7. Mai 17.30 Uhr Abfahrt «Alter Weber»
Unkosten für Hin- und Rückfahrt: 12,00 Euro, einfache Fahrt 7,50 Euro
 
Am Sonnabend haben wir für die Führungen im Dreieck Umgebindehauspark – Kirche – «Kleene Schänke» einen Pendelbus eingerichtet.
 
Übernachtungsmöglichkeiten
Wir haben Zimmer für Sie vorreserviert. Es wäre wichtig, dass Sie sich rasch anmelden:
Telefon (035877) 25236 oder über www.alterweber.de und hotel@alterweber.de
 
Weitere Auskünfte für Unterkünfte erhalten Sie von den Mitarbeiterinnen der Tourist-Information im Haus des Gastes «BlaueKugel»,Hauptstr. 97, 02733 Cunewalde; Telefon (035877) 80888, Telefax (035877) 80889; E-Mail: touristinfo@cunewalde.de
 
Öffnungszeiten:
Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag 10.00–12.30 Uhr, 13.30–17.00 Uhr
Sonnabend 9.00–12.00 Uhr, Mittwoch geschlossen
 
Versicherung
Die Unfall- und Haftpflichtversicherung des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz tritt im Schadensfall nur für seine Mitglieder ein. Eine darüber hinausgehende Versicherung hat der Landesverein Sächsischer Heimatschutz nicht abgeschlossen.
Vorschlag für Änderungen in der Satzung

Vorschlag für Änderungen in der Satzung des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz e.V.

(die hier nicht aufgeführten Paragraphen und Abschnitte bleiben unverändert)
 
§ 2 Zweck des Vereins
(3) Um diese Ziele der Öffentlichkeit nahe zu bringen, nutzt er:
– Vorträge, Führungen, Studienfahrten, Tagungen und Ausstellungen;
– publizistische Tätigkeit, insbesondere in eigenen Veröffentlichungen;
– Stellungnahmen zu wichtigen, mit den Zielen des Vereins zusammenhängenden Fragen, auch
in öffentlichen Medien;
– Zusammenarbeit mit Schulen und Jugendverbänden zur Unterstützung einer Erziehung, die
gerichtet ist auf Heimatkenntnis, Natur- und Umweltbewusstsein, Achtung des kulturellen Erbes sowie den europäischen Gedanken;
– fachliche Beratung und gutachtende Tätigkeit.
 
§ 4 Finanzielle Mittel
(6) Der geschäftsführende Vorstand kann bei Bedarf und unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse und der Haushaltlage Aufträge über Tätigkeiten für den Verein gegen eine angemessene Vergütung oder Honorierung an Dritte vergeben.
(7) Mitglieder und Mitarbeiter des Vereins können einen Aufwendungsersatzanspruch für solche Aufwendungen,
die ihnen durch die Tätigkeit für den Verein entstanden sind, geltend machen. Hierzu gehören insbesondere Fahrtkosten, Porto-, Telefon-, Kopier- und Druckkosten. Dabei ist das Gebot der Sparsamkeit zu beachten. Der geschäftsführende Vorstand kann durch Beschluss im Rahmen der steuerrechtlichen Möglichkeiten Aufwandspauschalen festsetzen.
 
§ 8 Der Gesamtvorstand
(1) Der Gesamtvorstand besteht aus mindestens 21 und höchstens 36 Mitgliedern. Er wird von der Mitgliederversammlung einzeln und in geheimer Wahl bestimmt. Die Amtszeit beträgt 2 Jahre; die Vorstandsmitglieder bleiben jedoch bis zur Neuwahl des Vorstands im Amt.Wiederwahl ist zulässig.
(2) Erreicht die Zahl der gewählten Vorstandsmitglieder nicht 36, so kann der Gesamtvorstand weitere
Mitglieder kooptieren. Deren Mandat endet zum Zeitpunkt der nächsten Vorstandswahl, bei der sie nach den Bestimmungen des Absatzes (1) gewählt werden können.
 
§ 9 Der geschäftsführende Vorstand
(1) Der geschäftsführende Vorstand besteht aus:
dem Vorsitzenden des Vereins
den bis zu vier Stellvertretern des Vorsitzenden
dem Schatzmeister
den bis zu sechs Beisitzern
(2) Die Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes werden vom Gesamtvorstand in geheimer Wahl einzeln aus seinen Reihen gewählt.Wiederwahl ist zulässig. Die Neuwahl des geschäftsführenden Vorstandes  ist erforderlich, wenn die Hauptversammlung einen neuen Gesamtvorstand gewählt und sich dieser konstituiert hat . Bis zur Wahl des neuen geschäftsführenden Vorstands bleibt der bisherige im Amt.
(3) DerVorsitzende desVereins sowie seine (entfällt: vier) Stellvertreter sind jeder für sich allein berechtigt,
den Verein gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten. Sie bilden den Vorstand im Sinne von
§ 26 BGB.
(5) Der geschäftsführende Vorstand entscheidet über grundsätzliche Personalangelegenheiten (Begründung, Ausgestaltung und Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen) mit 2/3-Mehrheit, ebenso bei der möglichen Bestellung eines Geschäftsführers.
 
§ 10 Angestellte des Vereins
(2) Der Geschäftsführer hat Sitz und beratende Stimme im Gesamtvorstand und im geschäftsführenden Vorstand.
(3) Angestellte des Vereins können nicht gleichzeitig Vorstandsmitglieder sein.
 
§ 13 Schlussbestimmung
Die Satzung tritt an der Stelle der am14. Juli 1908 errichteten und danachmehrfach geänderten Satzung,
die bis jetzt in der am 9. Mai 2015 in Schwarzenberg beschlossenen Fassung in Kraft war.
Beschlossen von der Hauptversammlung am 6. Mai 2017 in Cunewalde

Mitmachen

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