Fachwerkhaus Sebnitz - Denkmal aus dem Jahre 1788

Mit Ihrer Hilfe konnten wir es erhalten. Bitte unterstützen Sie uns auch beim Innenausbau!

Lesen Sie hier über das Fortschreiten der Arbeiten!

Fachwerkhaus von 1788 in SebnitzZu den bemerkenswerten Zeugnissen der jahrhundertealten traditionellen Holzbauweise in der Stadt Sebnitz zählt das unverfälscht erhaltene Fachwerkhaus Pfarrgasse 1a. Das Gebäude steht in unmittelbarer Nähe der protestantischen Stadtkirche im Zentrum des Ortes, welches überwiegend durch die seit Mitte des 19. Jahrhunderts entstandenen Wohn- und Geschäftshäuser geprägt wird. Das kleine, zweistöckige Haus als letztes Gebäude am Straßenverlauf der Pfarrgasse bezeugt die inzwischen verloren gegangene Bebauung. Es ist ein »Relikt« der in dem einstigen Ackerbürgerstädtchen üblichen Baugestaltung. Ihm kommt auf Grund seiner Lage eine besonders hohe städtebauliche Bedeutung zu, da der Straßenraum durch das Haus noch wirkungsvoll begrenzt wird.

Neben der stadtentwicklungsgeschichtlichen Komponente, besitzt das im Jahre 1788 erbaute Gebäude mit seiner im Erd- und Obergeschoss erhaltenen Fachwerkkonstruktion und den bis in das 19. Jahrhundert hinein üblichen Lehmausfachungen noch andere interessante bauhistorische Einzelheiten. Dazu gehören ebenso das aufsitzende Satteldach mit Schieferplatten und die seit dem Ende des 19. Jahrhunderts gebräuchlichen mit Mustern dekorativ gestalteten Schieferverkleidungen an den Giebeln. Eine besondere Zier am Haus stellt die mit reichen Schnitzereien geschmückte Haustür aus der Erbauungszeit dar, die inzwischen aufwändig restauriert wurde. Alle diese Details geben Aufschluss über Handwerkstechniken und die Baukultur früherer Generationen. Der kleine Fachwerkbau vermittelt in seiner Struktur zudem sinnfällig die ehemalige Versschmelzung von Wohn- und Wirtschaftsfunktionen.

Nachdem die letzten Bewohner aus Altersgründen Anfang der neunziger Jahre ausgezogen sind, konnte ein zunehmender Verfall des Bauwerkes im vergangenen Jahrzehnt nicht mehr verhindert werden. Schwere Schäden erlitt die Bausubstanz durch aufsteigende Feuchtigkeit und damit einhergehender Versalzung und auch durch Holzschädlinge. Eine Sicherung oder gar grundhafte Instandsetzung des Hauses für den Privateigentümer war nicht möglich. Seit der Landesverein Sächsischer Heimatschutz auf seiner Hauptversammlung in Sebnitz im Jahr 2003 im Sinne seiner Verantwortung für die Bewahrung und Gestaltung unserer sächsischen Kulturlandschaft beschloss, das Fachwerkhaus auf der Pfarrgasse in Sebnitz zu retten, sind nun fast fünf Jahre vergangen.

Im Ringen um die denkmalgerechte Wiederherstellung und deren Finanzierung ist es uns in Zusammenarbeit mit der Großen Kreisstadt Sebnitz, dem Bund, dem Freistaat Sachsen, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Sächsischen Aufbaubank gelungen, eine bauliche Instandsetzung und statisch-konstruktive Sicherung des Gebäudeäußeren zu realisieren. Im Rahmen einer Modernisierungsvereinbarung und mit Unterstützung des regionalen Baugewerbes konnten wir diesen Baufortschritt erreichen – neue Fenster, ein solides Dach und eine wetterfeste Fassade künden seit Anfang Dezember 2007 davon. Im Frühjahr 2008 wurden die neuen Fensterläden angebracht und der endgültige Farbauftrag erfolgte. Damit wurde der erste Bauabschnitt vollendet. Dieses Ergebnis erreichten wir nur dank Ihrer großzügigen Spenden und Ihrer tätigen Mitwirkung.

Der nächste Bauabschnitt ist dem Innenausbau gewidmet. Ziel ist dabei die gemeinnützige Nutzung, die dem öffentlichen Interesse Rechnung trägt. So soll das Gebäude einer vielfältigen Nutzung durch den Arbeitskreis Sächsische Schweiz des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz, durch Jugend- und Interessengemeinschaften, Arbeitskreise, der Aus- und Weiterbildung im Rahmen der Denkmalpflege sowie für Ausstellungen offen stehen. Darüber hinaus kann es als lebendiger Ort zur Begegnung für Jung und Alt dienen und identitätsstiftend in Sebnitz wirken.

Für den Innenausbau des Gebäudes benötigen wir vor Ort wiederum viele Helfer, die uns bei den Arbeiten unterstützen möchten. Interessenten wenden sich an die Geschäftsstelle des Landesvereins (Tel. 0351/4956153).

Bitte helfen auch Sie uns mit einer Spende, dieses schöne alte Haus weiter zu erhalten und auszugestalten. Dafür können Sie uns unter dem Kennwort »2346 Denkmalpflege Sebnitz« ihre Spende auf unser Spendenkonto IBAN DE55 8505 0300 3120 0588 22, SWIFT OSDDDE81XXX bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden überweisen. Die Spende ist steuerlich absetzbar.

Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen jederzeit gern zur Verfügung.

 

Hartmut Gräfe, Sebnitz
Dr. Hans-Joachim Jäger, Dresden

Unser Konto für Ihre Hilfe

Ostsächsische Sparkasse Dresden
IBAN DE55 8505 0300 3120 0588 22
SWIFT OSDDDE81XXX 

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Frau Susanna Sommer steht Ihnen gerne telefonisch zur Verfügung:
Tel.: 0351 4956153