Biodiversität fördern - Kulturwerte erhalten

Das höchste Anliegen, dass der Landesverein mit seinen Gebieten und Baudenkmalen verfolgt, ist die Vielfalt der sächsischen Natur und Kultur zu pflegen und zu bewahren. Das heisst einerseits die verschiedenen Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu bewahren und in ihrer Entwicklung zu befördern, andererseits den Erhalt denkmalwürdiger Gebäude durch Sanierung und Nutzung voranzutreiben. Alle Bereiche des Naturschutzes, der Denkmalpflege, der Heimatgeschichte und der Volkskunde sollen dabei Berücksichtigung finden.

 

Lebensgrundlagen für bedrohte Pflanzen- und Tierarten schaffen

So betreut der Landesverein im Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet und in den angrenzenden Landschaften rund 1600 Hektar. Eines der artenreichsten Naturschutzgebiete Sachsens sind dabei die Niederspreer Teiche, welche zugleich EU-Vogelschutzgebiet sind. Hier geht es besonders um die Erhaltung und weitere Verbesserung der Lebensgrundlagen bedrohter Pflanzen- und Tierarten sowie die Erhöhung der ökologischen Wertigkeit des Gesamtgebietes.

Hohe Bedeutung haben dabei die Gestaltung und Pflege naturnaher Wälder und die Verantwortung für die naturverträgliche Bewirtschaftung der Teiche mit ihren ausgedehnten Verlandungszonen sowie die Pflege der sich daran anschließenden Schwinggrasmoore und Torfmoor-Schlenken, die gesäumt werden von Eichenwäldern und Waldkiefer-Moorwäldern. Dieses Refugium der Natur ist die Heimat beispielsweise von Fischotter und Wolf, von Moosjungfer und Eremit, von Rohrdommel, Tüpfelralle, Rohrschwirl, Sperlingskauz, See- und Fischadler und zugleich Lebensraum unter anderem von Moorbärlapp, Rosmarinheide, Froschkraut, Sumpf-Porst und Glocken-Heide.

Gleichermaßen gehören dem Landesverein große Teile des NSG „Hermannsdorfer Wiesen” und im NSG „Fichtelberg” Wiesen am Südhang und im Zechengrund (zusammen etwa 74 ha). In dieser Region des Mittleren Erzgebirges geht es im Wesentlichen um die Erhaltung und Entwicklung des vielfältigen Biotopmosaiks aus Zwergstrauchheiden, Bergwiesen, Borstgrasrasen, Mooren und Zwischenmoorbereichen, Gewässern, subalpinen Staudenfluren und hochmontanen Fichtenwäldern einschließlich der arktisch-alpinen Pflanzen- und Tierarten, Lebensraumbereiche wie Wollreitgras-Fichtenwälder oder die Bärwurz-Rotschwingel-Wiesen müssen erhalten bleibe, weil damit der einzigartige Artenreichtum verbunden ist. Noch kommen im Gebiet Arnika, Ährige Teufelskralle, Wald-Läusekraut, Weicher Pippau und Feuer-Lilie vor. Die reiche Pflanzenwelt bildet die Grundlage dafür, dass allein in den Hermannsdorfer Wiesen 56 Tagfalterarten nachgewiesen werden konnten.

 

Wiederherstellung heimischer Steinrückenlandschaft

Große zusammenhängende Wälder und inzwischen wieder reich blühende Wiesen im Osterzgebirge (etwa 660 Hektar) nennt der Landesverein sein Eigen und sorgt sich um deren naturschutzgerechte Pflege und Entwicklung. Eine partielle Rekonstruktion dieses bedeutsamen Komplexes submontaner und montaner Grünlandgesellschaften und Laubmischwäldern wird insbesondere auf ehemaligen Intensivgrünlandstandorten angestrebt. Der Erhalt der ausgeprägten Steinrückenlandschaft als Lebensraum gefährdeter und vom Aussterben bedrohter Tier- und Planzenarten ist ein besonderes Anliegen.


Notwendige Maßnahmen

Damit der Landesverein den bisherigen Zustand erhalten und entwicklen kann, müssen unterschiedlichste Maßnahmen durchgeführt werden, zum Beispiel:

  • der Umbau monotoner artenarmer Waldbereiche in naturnahe Wälder und eine entsprechende Waldpflege
  • die Mahd der Märzenbecherwiesen im Polenztal und die Gewährleistung der Bewässerung der Wiesenflächen - nur so kann der Märzenbecher, der sickerfeuchte Standorte liebt, in diesem Raum überleben und sich ausbreiten.
  • die naturschutzgerechte Teichbewirtschaftung und Pflege
  • die Wiesenpflege im Erzgebirge, zu der neben der entsprechenden Mahd auch Aushagerung, Bodenverwundung, Mähgutauftrag, Wiedervernässung
  • sowie ein regelmäßiger Gehölzschnitt an den Wiesenrändern gehört.

 

Kulturlandschaft erhalten

Vor den Toren von Dresden im NSG „Seifersdorfer Tal” hat der Landesverein große Gebiete im Eigentum. Seit 200 Jahren wurde hier der Landschaftsgarten im empfindsamen Stil entwickelt und gepflegt. Auch dadurch hat sich seine anwechslungsreiche Naturausstattung erhalten können. Dieser Landschaftsgarten ist weithin bekannt und ein beliebtes Ziel für ausgedehnte Spaziergänge. In diesem Gebiet dienen die Anstrengungen des Landesvereins und im besonderen Maße dem mit ihm verbundenen Verein Seifersdorfer Thal der naturschutz- und denkmalgerechten Pflege, Erhaltung und Gestaltung des Landschaftsgartens und des Schutzgebietes. Alle Bemühungen wurden Pfingsten 2010 fast gänzlich zunichte gemacht, als ein starker Tornade große Waldbereiche an den Steilhängen und in den Auwäldern vernichtete, Parkgestaltungen und Einzeldenkmale wurden zerstört. Nachdem die Flächen beräumt wurden, kann nun mit der teilweisen Neugestaltung und Rekonstruktion begonnen werden.

 

Kulturdenkmale und Handwerk wiederbeleben

Weitere Denkmale hat der Landesverein in Sorge um den Erhalt dieser bauhistorischen und zum Teil städtebaulichen Besonderheiten erworben. Dabei handelt es sich um ein Fachwerkhaus in Sebnitz, um das Wanderheim im vogtländischen Heinersgrün, welches mit seiner Holzkonstruktion eine außerordentliche Seltenheit in dieser Kulturlandschaft darstellt und um das Umgebindehaus „Kleene Schänke” in Cunewalde, zwischen Bieleboh und Czschorneboh gelegen. In Sebnitz muss, nachdem das Gebäude gesichert und saniert wurde, nun mit dem Innenausbau begonnen werden, damit dort ein Haus der Vereine entstehen kann. Für Heinersgrün wird an der Konzeption zur Erhaltung und Nutzung dieses stark vom Verfall bedrohten Denkmals gearbeitet. In Cunewalde musste im Jahre 2010 nach verheerendem Hochwasser das Haus geschlossen werden, die Gaststätte und die Ausstellung über die Handwerkskunst der Zimmerer waren vorübergehend nicht zu nutzen. Mittlerweile konnten die Schäden im Wesentlichen behoben werden. Wer sich um sein eigenes Haus kümmert, weiß, es bedarf der regelmäßigen Pflege und Fürsorge, so sind auch an diesen Objekten ständige Erhaltungsarbeiten durchzuführen.

 

Jede Unterstützung zählt

Vielgestaltig und aufwändig sind die Aufgaben, die der Landesverein mit seinem Eigentum übernommen hat. Einmal ist es ein Topf Farbe und ein paar Bretter, das andere Mal muss ein Holzschutzgutachten angefertigt werden oder Forstbetreuungsverträge abgeschlossen werden, wieder an anderer Stelle entstehen Fahrtkosten, um die Betreuer vor Ort anzuleiten oder Maßnahmen der Steinrückenpflege abzustimmen. Im Zechengrund ist durch Ausbleiben der Fördergelder das bewährte Wiesenpflegecamp, bei dem viele junge Menschen das erste Mal praktische Naturschutzarbeit erleben können, gefährdet und muss finanziell unterstützt werden. Oder - plötzlich kommt ein Anruf aus der Lausitz, dass ein alte Eiche gestürzt ist und den Weg versperrt hat, die Freiwillige Feuerwehr musste ausrücken ... Vieles kann der Landesverein durch ehrenamtliche Arbeit und durch Pachteinnahmen bewältigen, aber bei Weitem nicht alles.


Deshalb bitten wir Sie, unterstützten Sie durch eine Spende bei der Erhaltung und Gestaltung dieser Werte unserer sächsischen Heimat. 

Ihre Spende erbitten wir unter dem

Kennwort „2332 Pflege und Erhaltung Eigentum”
auf das Spendenkonto des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz
bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden,

IBAN DE55 8505 0300 3120 0588 22,
SWIFT OSDDDE81XXX. 

Eine weitere Unterstützung können Sie leisten, indem Sie Betreuer eines genannten Gebietes oder Objektes werden. Gern geben wir Ihnen weitere Auskünfte.

Rufen Sie uns an, kommen Sie zu uns - wir brauchen Sie.

 

Unser Konto für Ihre Hilfe

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